SPF – Indikationen

Sozialpädagogische Familienbegleitung SPF kann dort zum Einsatz kommen, wo

Spannungen und Konflikte in der Familie unerträglich geworden sind

Kinder und/oder Jugendliche in entwicklungskritischer Situation sind und die Familie    Lösungen nicht alleine entwickeln und umsetzen kann

Erziehungsberechtigte sich überfordert oder ohnmächtig fühlen aufgrund eigener und/oder    aufgrund der Probleme ihrer Kinder

Mehrfachprobleme von Kindern und Erwachsenen zu scheinbar unlösbaren Verwicklungen    und Konflikten führen

einerseits eine ambulante Beratung nicht ausreicht, andererseits aber einer    Fremdplatzierung von Kindern durch wirksame Unterstützung in der Familie vorgebeugt    werden soll

Familienmitglieder nach einem stationären Aufenthalt bei der Rückkehr in die Familie    unterstützt werden sollen

entfremdete Väter oder Mütter wieder mit ihren Kindern in Kontakt kommen möchten

Familiensituation und/oder Kooperation mit den Amtsstellen unklar sind (dies im Sinne    einer «teilnehmenden Abklärung»)

Oft ist SPF in schwierigen Situationen eine Massnahme unter mehreren (Therapie, besondere Beschulung, Beistandschaft etc.). Die Begleitung stärkt die Familie darin, den Überblick wieder zu gewinnen und «die Fäden in den eigenen Händen zu behalten».

SPF bedingt eine entsprechende Motivation der Familie und eine klare Auftragslage.

Die Grenzen der SPF sind erfahrungsgemäss dort gegeben, wo eine stationäre Behandlung/Betreuung oder eine Distanzierung von Familienmitgliedern unumgänglich wird. Dies können akute Phasen von psychischen Krankheiten oder von Gewalteskalationen, fortgesetzte Delinquenz, Abhängigkeit von harten Drogen ohne Veränderungsmotivation, Gefährdung des Kindswohls und ähnliches sein. In solchen Situationen unterstützt die Begleitung bei Bedarf die Auftraggebenden (im Finden passender Lösungen) und die Familie (in der eigenen Haltung und Motivation gegenüber der trennenden Massnahme).